Nachhaltigkeitsmanagement für Baustellen

Die gesellschaftlichen Werte wandeln sich stark und von Unternehmen wird zunehmend mehr Transparenz bezüglich sozialer und ökologischer Standards gefordert. Es gibt zahlreiche Nachhaltigkeitsinitiativen zu unterschiedlichen Handlungsfeldern, diese sind jedoch häufig auf fertige Gebäude und Produkte ausgerichtet. 

Deswegen gilt es einen instationären Ansatz für Bau- und Instandhaltungsprojekte zu verfolgen und die richtigen Aspekte frühzeitig zu integrieren.

Bei der Definition und Wertung der Nachhaltigkeitsaspekte lehnen wir uns an den Global Reporting Initiative-Standard an. Die Nachhaltigkeitsaspekte werden an der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme ausgerichtet, wobei das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG), das Lieferkettengesetz (ab Januar 2023) und das neue Klimaschutzgesetz besondere Berücksichtigung finden.

Juni 1992
Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung, Rio de Janeiro (Agenda 21)
Juni 1992
Dezember 2015
Verabschiedung des Übereinkommens von Paris
Dezember 2015
November 2016
Verabschiedung des Klimaschutzplans 2050
November 2016
Januar 2017
Inkrafttreten des CSR-RUG Gesetzes
Januar 2017
September 2019
Gründung der Initiative Lieferkettengesetz
September 2019
Dezember 2019
Inkrafttreten des Bundesklimaschutzgesetzes (2021 in Teilen als verfassungswidrig erklärt)
Dezember 2019
Februar 2020
Rechtsgutachten definiert Schlüsselaspekte des deutschen Lieferkettengesetzes: Sorgfalt, Haftung und Sanktionen
Februar 2020
Mai 2020
Ankündigung des EU-Lieferkettengesetzes
Mai 2020
Mai 2021
Verabschiedung des neuen Bundesklimaschutzgesetzes
Mai 2021
Juni 2021
Verabschiedung des deutschen Lieferkettengesetzes
Juni 2021
Januar 2023
Inkrafttreten des deutschen Lieferkettengesetzes für Unternehmen ab 3000 Mitarbeiter:innen
Januar 2023
Januar 2024
Inkrafttreten des deutschen Lieferkettengesetzes für Unternehmen ab 1000 Mitarbeiter:innen

Voraussichtlich: EU Lieferkettengesetz
Januar 2024

Die Grundlage und der erste Schritt unseres Leistungsbilds Nachhaltigkeitsmanagement für Bau- und Instandhaltungsprojekte ist eine Gefahrenfelddiskussion bezüglich der Umwelt- und Sozialrisiken für das Projekt. Eine Fokussierung auf die Aufgabenstellung ist aufgrund der Vielschichtigkeit des Nachhaltigkeitsthemas eine Voraussetzung für die weitere effektive Bearbeitung. Im Zuge dessen spielen die Lebenswegmodule nach DIN EN 15804, stationäre und instationäre Komponenten sowie die Vergabestrategie des Projekts eine Rolle. Dies geschieht im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse.

Neben dem Primat der Wirtschaftlichkeit, der Termintreue und der Rechtssicherheit bei Bau- und Instandhaltungsprojekten gewinnt die Umweltverträglichkeit zunehmend an Relevanz. Im Sinne von Umweltrisiken für das Projekt werden unter anderem folgende Aspekte betrachtet:

Durch das neue Lieferkettengesetz wird unter anderem ein Schwerpunkt auf die Sozialverträglichkeit gelegt und neben den klassischen Arbeitsschutzthemen rücken auch die Beschäftigungsverhältnisse innerhalb der Lieferkette in den Fokus. Dabei sind folgende Aspekte wichtig:

In einem zweiten Schritt in der Planungsphase des Projekts fließen die Ergebnisse der Gefahrenfelddiskussion in den Nachhaltigkeitsplan ein. Ein Nachhaltigkeitsplan ist ein klassischer projektbezogener HSE-Plan (HSE: Health, Safety, Environment), der um die Nachhaltigkeitsthemen ergänzt wird. Sind für die Baustelle oder Instandhaltungsmaßnahme zum Beispiel ein SiGe-Plan, eine Baustellenordnung oder ein HSE-Turnaround-Konzept erforderlich, werden diese inkludiert.

Der Nachhaltigkeitsplan sollte Vertragsbestandteil für die ausführenden Firmen werden. Weiterhin kann eine Fremdfirmenbewertung ausgesuchter Firmen sowie Schulungen zur Umwelt- und Sozialverträglichkeit ein Bestandteil unserer Leistung werden.

Im dritten Schritt wird der Nachhaltigkeitsplan in der Ausführungsphase des Projekts umgesetzt. Hier stellen wir die für die Koordinations- und Überwachungsaufgaben erforderlichen Arbeits- und Umweltschutzspezialisten oder Sicherheitsaufsichten. Über alle Projektphasen hinweg werden die Nachhaltigkeitsaspekte von uns mit den Projektbeteiligten moderiert. Zusammenfassend besteht unser Nachhaltigkeitsmanagement für Bau- und Instandhaltungsprojekte aus den Schritten:
  1. Gefahrenfelddiskussion zur Umwelt- und Sozialverträglichkeit
  2. Erstellung des Nachhaltigkeitsplans in der Planungsphase
  3. Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans in der Ausführungsphase

Im Fokus liegen dabei die instationären Leistungen direkt auf der Baustelle oder in den Produktionsstätten. Unser Leistungsbild Nachhaltigkeitsmanagement ersetzt jedoch nicht die gesetzlichen Planungen nach Umwelt- oder Baurecht.

Einsetzen lässt sich unser Nachhaltigkeitsansatz folglich:

Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen!